H&M reagiert auf geschlechtsspezifische Gewalt in einem Betrieb, der seine Kleidung herstellt

H&M hat reagiert, nachdem Jeyasre Kathiravel, eine 20-jährige Textilarbeiterin beim Markenzulieferer Natchi Apparels (der zu Eastman Exports gehört) in Kaithian Kottai, Tamil Nadu, in der Nähe ihres Hauses tot aufgefunden wurde.

Laut Polizeiberichten von Der Wächter, ein Mann, der ihr Vorgesetzter in der Einrichtung des Lieferanten war, gestand, sie getötet zu haben und wurde wegen ihrer Entführung und ihres Mordes angeklagt. Ihre Familie und Kollegen behaupten, dass sie vor ihrem Tod wiederholt von ihrem Vorgesetzten schikaniert und eingeschüchtert wurde. Sie sagen, Kathiravel habe den Missbrauch mehrmals gemeldet, aber nichts dagegen unternommen.

Ein Gewerkschaftsführer der Arbeiter in der Fabrik sagte der Verkaufsstelle, dass geschlechtsspezifische Belästigung an der Tagesordnung sei.



'Ihre Familie und Kollegen haben uns erzählt, dass Jeyasre bei der Arbeit belästigt wurde, aber nichts wurde unternommen', sagte Thivya Rakini, Staatspräsidentin der Textil- und Common Labour Union (TTCU) von Tamil Nadu. 'Viele Arbeiter, mit denen wir gesprochen haben, sagen, dass sie mit den gleichen Problemen konfrontiert sind, aber entweder nicht wissen, wie sie Beschwerden gegen ihre Vorgesetzten melden sollen, oder sie befürchten, dass sie Vergeltungsmaßnahmen erwarten, wenn sie sich zu Wort melden.'

Nach dem öffentlichen Aufschrei mehrerer Aktivistenorganisationen wie Clean Clothes Campaign, Remake und Asia Floor Wage Alliance in den sozialen Medien veröffentlichte H&M eine Erklärung, dass sie eine Untersuchung durch Dritte zu den Belästigungsvorwürfen bei Eastman Exports durchführen und auf die Beendigung der Geschlechter- Gewalt in seiner Lieferkette.

„Die beteiligten Gewerkschaften haben uns ausdrücklich aufgefordert, die Geschäftsbeziehung mit dem jeweiligen Lieferanten nicht zu beenden, sondern aktiv an der Stärkung der Arbeitssicherheit zu arbeiten. Wir stehen daher in engem Kontakt mit dem Lieferanten und haben einige sofortige und dringende Maßnahmen festgelegt, die wir von ihm erwarten, um zu zeigen, wie er einen Arbeitsplatz ohne Belästigung garantieren kann“, heißt es in der Erklärung.

In der Modebranche ist die Regulierung der Lieferkette zum Schutz der Arbeitnehmer – 80 % davon Frauen – eines der am weitesten verbreiteten Probleme, das oft zu unsicheren Arbeitsbedingungen führt, die nicht gemeldet werden. Regelmäßige, strukturierte Aufsicht und Untersuchungen durch Dritte sind ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer gerechteren Modebranche.